So nun endlich doch noch ein wenig von meinen neuen Womo erzählen.
Also am Samstag um 06:45 ging es per Zug von Grolley nach Winterthur, sind so ca. 2 Std, und ihr könnt euch denken dass meine liebe Frau ihre liebe Not hatte mich abzulenken, damit ich nicht unter der Zugdecke hänge. Leider konnte man die halbe Zugfahrt nicht rausschauen, denn es war noch zu dunkel. Aber als wir dann endlich in die Nähe von Rothrist gekommen waren, wurde es auch endlich hell und wir konnten aus dem Fenster schauen.
Zum Glück habe ich den Speisewagen nicht gefunden, denn sonnst hätte ich mit Sicherheit einen Herzkasper bekommen, da ich denen ihren Kaffeevorrat von mindestens 6 Jahren ausgetrunken hätte.
Zum Glück sassen wir in einem Intercityzug, so dass nicht alle Bahnhöfe angefahren wurden sondern nur die Grössten, doch leider hatten wir in Zürich 15 Minuten Aufenthalt, so dass ich meiner Frau mit Sicherheit auf den nicht besitzenden Sack gegangen bin.
Aber jede Bahnfahrt hat auch ihr Ende, und wir sind endlich um 09:00 in Winterthur angekommen. Haben uns dann auch noch die öffentlichen Örtchen (Volksmündlich auch WC genannt) angesehen, und auch ohne Murren die obligatorischen 2 CHF dafür bezahlt.
Wahrscheinlich wird mit diesem Geld das Staatsdefizit von Winterthur ausgeglichen. Nachdem ich mir dann endlich nach der langen Fahrt 3 Zigaretten zeitgleich in die Schnurre steckte ( In unserem Womo ist absolutes Rauchverbot, meine Frau ist Militante Nichtraucherin, und hat mir angedroht, wenn ich auch nur 1 Zigarette im Womo rauche, muss ich in einem Hundekorb vor dem Womo schlafen. Tja und wir sind alle ganz liebe Ehemänner, die Ihre Militanten Ehefrauen vom ganzen Herzen lieben, und erfüllen ihnen ja auch noch den ausgefallensten Wunsch).
Nun standen wir so einsam und verloren da am Bahnhof und mein Puls + Herz musste wahrscheinlich schon so um die 300 sein. Meine Frau schaute sich in aller Ruhe die Fahrpläne vom Bus an, und versuchte herauszufinden „Welcher Bus würde den zu der Garage fahren“
Augendverdrehen, auf Knien bettelnd flehte ich meine Frau an, wir haben für unser Womo 43000 CHF ausgegeben, da werden wir uns doch noch eine Taxifahrt leisten können.
Nun ja meine Frau ist eigentlich nicht dafür unnütz Geld auszugeben, doch nachdem ich ihr versprochen habe, die nächsten 2 Jahre Abzuwaschen, Wäsche zu waschen und zu bügeln willigte sie einer Taxifahrt ein ( Frage an die Männer, hat solch ein Versprechen eigentlich Gewicht vor Gericht, ich meine das war doch eindeutig erpresst oder ?? Und ich meine ich litt ja unter einer Notsituation, also dürfte ich doch mit einer Verweigerung, vor Gericht damit durch kommen ??? )
Nachdem wir ein Taxi gefunden haben, und eine nach meiner Frau halsbrecherischen Taxifahrt von 5 Minuten hinter uns gebracht haben (meine Frau meinte, der Taxifahrer hätte die ganze Fahrt über nur 3 mal auf die Strasse gesehen, denn die restliche Zeit hätte er nur mich angesehen und sich mit mir unterhalten… Tja auch ich habe noch Chancen) kamen wir endlich bei unserem Womo Händler an. Endlich hatten alle Qualen und Leiden ein Ende. 7 Monate unendliches Warten hatten nun ein Ende, und wir würden endlich in die Gilde der Womomenschen (Womosapiens) aufgenommen.
Da stand es nun unser Baby, ich hatte es kleiner in Erinnerung, und musste erst einmal zärtlich streichelnd eine Runde drehen.
Der Hr. Forster Firmenbesitzer nahm sich 3 Std Zeit uns alles zu erklären, zu beschreiben und auf alle meine dummen Fragen eine Antwort zu geben. Nachdem ich hier so einige Horrorgeschichten gelesen habe, hat mich das alles umgehauen.
Alles wurde unter seiner Obhut ausprobiert und Hr. Foster zeigte uns alles und erklärte uns auch Dinge die in unserem späteren Womoleben zu Problemen führen würden, wenn man es nicht richtig macht.
Wie ja einige wissen, wurde unser Womo im April zur Fa. FORSTER-Holidays GmbH geliefert und es blieb bis Oktober bei ihnen zur Vermietung. Wir hatten nur einen Vorvertrag gemacht dass wir das Womo dann kaufen würden, und eine 10 % Anzahlung, damit das Fahrzeug für uns reserviert war.
Im damaligen Vertrag wurde festgehalten, dass das Fahrzeug eine wahrscheinliche Laufleistung von ca 20.000 km haben wird, und falls mehr Kilometer seien, wir einen Entschädigungsbetrag bekommen würden. Unser Fahrzeug hatte nun 27.000 km auf der Uhr und Hr. Forster hat dieses akribisch im Vorfeld ins Übergabeprotokoll aufgenommen, und wir bekommen nun noch einen Betrag zurückerstattet.
Warum ich das erwähne, ich finde es einfach nur toll, und es sagt auch sehr viel über diese Firma aus, dass sie von sich aus, ohne uns versuchen zu behumsen, uns alles gesagt und gezeigt haben.
Und noch eine Besonderheit, die wohl nicht alltäglich ist, wir haben unser Womo VOLLGETANK bekommen, ja ihr lest richtig, der Dieseltank war randvoll.
Anbei wie versprochen einige Bilder:






Wie man sehen kann, es ist ein Rimor Europeo NG 12/P Neupreis 53.000 CHF
Ford FT 350 TDCI; FWD, 92 kW (125 PS)
Servolenkung, Doppel-Airbag, elekt. Fensterheber
Länge: 6,30 m; Breite: 2,22 m; Höhe: 2,90 m
Eigengewicht : ca. 2'750 kg; max: 3'500 kg
2 - 4 Schlafplätze, Dusche/WC getrennt, 3-Flammen-Herd, Kühlschrank 110 lt, Frischwassertank 100 lt, Abwassertank 66 + 40 lt, (das heisst Küche und Bad haben ihren eigenen Grauwassertank) Festbetten mit Lattenrost, Kassettenrollos mit Fliegengitter, integrierte Eintritts-stufe, Aussenstauraum mit Klappe, 2 x Dachluke mit 1 x Ventilator, Fahrradgepäckträger (3-fach), Sonnennarkise (3,5 m), Radio mit CD-Player,
Wir haben nach 6 Monaten in der Vermietung noch 41250 CHF bezahlt.
Sicher ist uns klar, dass es kein Detlefs oder Laika oder sonstiges Oberklassen Wohnmobil ist.
Das ist unser erstes Wohnmobil, und wir haben lange gesucht und uns so einige Mobile angesehen. Bei diesem war uns dann als wir es gesehen haben, richtig wohl im Bauch.
Fazit:
Meine Maus und ich können unser Glück noch gar nicht richtig fassen, natürlich haben wir es am ersten Abend gleich getestet, und sind auf den Mont Vully gefahren und haben dort übernachtet, aber davon erzähle ich ( mit schönen Bildern ) in einem anderen Bericht.
Ich kann die Fa. FORSTER-Holidays GmbH nur empfehlen, von unserem ersten Kontakt (Anfang Februar bis zum Tag der Übergabe) wurde sich immer Zeit für uns genommen, alle Fragen und Belangen von uns wurden ernst genommen, und Hr. Forster hatte für unsere Wünsche immer ein offenes Ohr.
Wir fahren in 2 Wochen für 3 Wochen nach Spanien und ich werde danach dann ausführlich alles beschreiben, und in der Testdatenbank hinterlegen.
Lieben Gruss
Locke








